Der nächsten Aufruf zur Teilnahme wird im Sommer 2026 freigeschaltet. Wer sich dafür interessiert, kann sich in unsere MAILINGLISTE eintragen.
Über das Projekt
Wie wird das eigene Urteil beeinflusst, wenn man nichts über die Namen und die Herkunft der Urheber*innen weiß? Wie entwickelt man selbst eine Definition von Wert, wenn die Preise einheitlich sind? Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst?
In den Ausstellungen von ANONYME ZEICHNER werden je rund 600 internationale Zeichnungen von 600 Künstler*innen präsentiert. Die Arbeiten werden ohne Namensnennung ausgestellt und zu einem symbolischen Einheitspreis von 250 Euro pro Blatt zum Verkauf angeboten.
Die Anonymität der Zeichner*innen kann nur durch einen Verkauf aufgehoben werden: Verkauft sich eine Zeichnung, wird sie direkt von der Ausstellungswand genommen. Die zurückbleibende Leerstelle wird mit dem vollständigen Namen und dem Herkunftsort der Künstlerin gekennzeichnet. Der festgesetzte Einheitspreis versteht sich nicht als realer Marktpreis, sondern fungiert als konzeptueller Platzhalter für jede auf dem Kunstmarkt erdenkliche Verkaufssumme.
Jeder Ausstellung ging ein INTERNATIONALER AUFRUF ZUR TEILNAHME voraus. Es gibt darin keine inhaltlichen Vorgaben. Die einzige Bedingung ist, dass die Zeichnungen nicht größer als A3 (29,7 x 42 cm) sind. Biografische Angaben der Teilnehmer*innen wurden nicht erfragt und spielen bei der Auswahl für die Ausstellung keine Rolle.
Die Auswahl der Arbeiten wird anhand anonymisierter Bilddateien getroffen. Die Originale werden anschließend nach Berlin geschickt.
Jede*r kann mitmachen, die Teilnahme ist kostenlos.
ANONYME ZEICHNER ist Konzeptkunst und Ausstellungsprojekt in einem: Die Arbeiten der beteiligten Künstler*innen werden Teil eines kollektiven Gesamtkunstwerks ohne Hierarchien.
Idee und Realisierung: Anke Becker (Künstlerin und Kuratorin)